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Der kostenlose Aphorismus des Tages

Man darf und sollte manchmal ins Museum seines Lebens gehen, aber man sollte sich dort nicht häuslich einrichten.

25.2.06 16:04


Affentittenturbogeil!

Hab den Header gecheckt!
25.2.06 21:15


Diggler's in the house

Das Rotationsprinzip in meinem Nachbarzimmer geht weiter: Nachdem mein erster Mitbewohner unverhofften Vaterfreuden Tribut zollen musste und mein zweiter Mitbewohner aufgrund seiner vielen Bekanntschaften eine Wohnung mit Wartezimmer brauchte, ist nun der berühmte Dorn Diggler in den legendären Raum 2 dieser Wohnung eingezogen.
Dorn genießt als verhinderter Pornostar, begnadeter Saxophonist in gemeinsamen Bands und mittlerweile versierter Geologe schon seit langem einen einzigartigen Ruf in der Kaiserstadt. Der 24-jährige gebürtige Stolberger (fehlerfrei ist niemand) hat sich beim Prominenten-Casting für das begehrte WG-Zimmer mit weitem Vorsprung durchgesetzt.
Ein Grund für seinen haushohen Sieg war seine bezaubernde Jeannie, Linda, die sich auch gleich mit einer leckeren Pasta in die Herzen der Wohngemeinschaft gekocht hat (siehe Foto)!



Trotz dieser großartigen Neuigkeit und dem fantastischen Mahl geht es dem Verfasser dieser Zeilen am heutigen Tage ausnehmend schlecht. Seine Unpässlichkeit will sich trotz mittlerweile 700 mg Paracetamol, 150 mg Ascorbinsäure und 25 mg Koffein in Pulverform nicht bessern. Der Schädel brummt unaufhörlich und macht jeden Gedanken zur Qual, selbst die guten.
Wie immer gibt es auch diesmal einen Grund: Eine ausgedehnte Party im Jakobshof, veranstaltet zu Ehren von Basti's neuer Reggae-Kapelle "Jin Jin" (oder umgekehrt). Von "Jin Jin's" neuem Basti, Sänger. (?) Der mal bei "Jogit Beat" war. Ähm. Von "Jogit Beat's" ehemaligem Sänger, der nun Basti bei "Jin Jin" ist.* Statt in Reggae übte sich unsereins allerdings wieder in Rock'n Roll, wie sich das für alte Grunge-Veteranen mit Galgenhumor gehört.
Davon zeugt ein kleiner Schnappschuss, der kurz vor Zapfenstreich entstanden sein muss. An die Blonde kann ich mich noch lebhaft erinnern, weil ich in meinem ganzen Leben keine Frau getroffen habe, die es geschafft hat, so unglaublich viel zu reden. Und ich glaubte, die Redseligsten zu kennen! Die adrette Dame schaffte geschätzte 2.538.399 Wörter pro Minute, was mich gleichermaßen zu erstaunen und zu amüsieren schien, während Kollege Jan-Sven wohl schon die Grenzen seiner Aufnahmekapazität erreicht hatte. Das Foto (siehe Foto) ist schlecht, aber "viel sagend".



In diesem Sinne. Gute Besserung.

*(Ja Reinhold! Ja Helge!)

Ach ja, und wer Dorn noch nicht kennt - der Typ sieht so aus:
26.2.06 15:01


Vogelgrippe-Pussis...

Wenn die Flucht vor der Flucht vor der Realität um sich greift, dann ist in Aachen Karneval. Und in jenen Tagen bekommt der Begriff Eskapismus eine ganz neue Bedeutung, erst recht, wenn der selbst gewählte Fluchtweg direkt in einen von der Außenwelt abgeschotteten Keller führt, in dem man Figuren begegnen kann, die sehr direkt an Charaktere aus Filmen erinnern, die nicht gerade in den Bereich des Gesellschaftskritischen oder gar Dokumentarischen fallen. "Ein Paradoxum!", mag da mancher denken. Und zu Recht!
Gemeinsam mit gut, sagen wir mal, 80 weiteren Gestalten führte uns unser Fluchtweg in den Musikbunker, wo die Lokalmatadoren von den "Reservoir Dogs" ihre Show "From Pulp till Dawn" zum Besten gaben. Helle Kombinierer werden es bereits erahnen: Hier wurden die Soundtracks verschiedener Tarantino-Klassiker auf die Bühne gebracht. Und zwar mit (fast) allen Schikanen, wie das Foto darlegen soll:

Leider haben wir den "Pulp"-Teil verpasst, aber die "Dawn"-Hälfte war so schlecht nicht. Obwohl sich eine recht mutige Enddreißigerin als Selma Hayek versuchte. Offenbar überzeugend, wie das Gejohle ihrer angetrunkenen, männlichen Altersgenossen bedeuten wollte. Wirklich gut brachte sie freilich das "Richie, would you do me a favour"-Zitat. Überhaupt versuchten sich die Reservoir Dogs mit Akribie und Detailverliebtheit an den Dialog-Evergreens und Bonmots des Films: Diesmal gab es neben allen denkbar möglichen Pussis auch Vogelgrippe-Pussis im "Titty Twister" - ein sicher plazierter Kalauer, wie sich jeder denken kann.
Musikalisch war das durchweg solide bis gut umgesetzt. Bunker-Eremit Guido Roderburg prügelte recht beeindruckend auf seinen Trommeln herum, auf dass der Verfasser vor Neid erblasste. Der eine Chef aus dem ehemaligen Makin' Music (ich glaube er heißt wirklich Fucker mit Nachnamen) konnte auch ziemlich gut singen. Und dann war da noch der Typ auf dem Foto, der showmäßig so gut wie alles rausriss. Größtes Verdienst des etwas ungepflegt wirkenden Herrn war die Etablierung des Wortes "Bullshit" als anerkennende Geste: Gegen Ende des Konzerts hatte das merklich angeheiterte Publikum, inklusive mir, eine Riesengaudi dabei, alle Musiker auf Kommando mit eben jenem Wörtchen zu beschimpfen.
Interessant war im Übrigen die Erfahrung, dass der Soundtrack von "From Dusk till Dawn" ohne Film nicht wirklich cool kommt. Sieht man von den 3 oder 4 Gassenhauern ab (und stellt sich bei "After Dark" et Orijinal Pandemonika vor), handelt es sich bei den meisten Stücken um recht altbackenen, simpel gestrickten Bluesrock, der als Untermalung drastischer Splattergemetzel fraglos taugt, in einem berüchtigten Rockerkeller wie dem Bunker, und vor lederbejackten, mittelalten Männern allerdings die Klischeekiste fleddert. Will sagen: Mit ein wenig Phantasie hätte man sich auch durchaus im Eschweiler "Treibhaus" wähnen können, wenn es die Kaschemme denn noch gäbe.

Aber immerhin: Bullshit!
28.2.06 20:58





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