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Blame Canada!

Die Karawane zieht weiter

So, weil das hier alles Käse ist und man hier nur lächerliche 500 KB für Fotos hat, habe ich mein Blog-Köfferchen gepackt und bin zum bösen, reichen Konzern umgezogen, der mit modernen Features, unendlich Speicherplatz und idiotensicherer Bedienbarkeit lockt.
Und zwar nach hier: Lars auf Welttournee
6.11.06 18:23


Der kostenlose Aphorismus des Tages, Folge 2


Im Hamsterrad lohnt sich zuweilen der Blick zur Seite.
6.11.06 17:00


The Power of a Cold Shower

Kalt duschen härtet ab! Und ich bin so verdammt hart mittlerweile. Hätte ich ja nie gedacht, dass ich mich mal daran gewöhnen könnte. Abends ein paar Bier zu viel, um halb 2 ins Bett, halb 7 verkatert aufwachen, eiskalt duschen, fast nen Herzinfarkt kriegen, um kurz nach 7 ausm Haus und um halb 9 im Lagerhaus ready for the Frühschicht. Echt jetzt. Harte Tour, oder?

Im Wohnzimmer sitzt unsere Vermieterin Joy und wartet wohl eigentlich erwartungsfroh darauf, dass ich endlich den Mietvertrag für November unterschreibe. Ich lasse sie warten. Seit über einer Woche hängt sie jetzt fast ununterbrochen in unserem Haus rum und unternimmt völlig obskure Dinge, um wieder warmes Wasser aus dem Hut zu zaubern. Gänzlich erfolglos bislang. Immerhin hat sie einen ziemlich großen Boiler besorgt, der jetzt im Keller rum steht, und von dem kein Mensch weiß, wie man ihn wo anschließen könnte. Ich habe Joy vor ein paar Tagen gesagt, dass ich nur hier bleibe, wenns wieder warmes Wasser gibt. Das war freilich hoch gepokert, weil ich so kurzfristig nichts anderes finden würde und mir einen Umzug sowieso nicht leisten könnte. Gut, dass ich mich schon ans kalte Duschen gewöhnt habe...

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Umstände für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar sind. Selbst für jene, die vielleicht meine früheren Ausführungen über das (Zusammen-)Leben in diesem Haus verfolgt haben. Es ist vermutlich auch unmöglich, das ganze Chaos auch nur annähernd anschaulich zu erklären.

Vor ein paar Tagen kam ich von der Arbeit nach Hause und freute mich auf meinen Feierabend. Ich kam rein und begegnete in der Küche zwei Typen mit schwarzen Kapuzenpullis. Ich begrüßte sie nett, "how are you" und so - und dann stellte sich raus, dass es Bullen waren. (!!!) Unsere Mitbewohnerin Cecilia hatte sie her bestellt, weil Joy sie bei der Nanny-Vereinigung angeschwärzt hatte, dass sie Drogen nehmen würde. Das ist natürlich ganz schön krass, mal abgesehen davon dass Cecilia wohl die einzige im Haus ist, die noch nie auch nur an irgendwelche Drogen gedacht hat...any way - harte Nummer.

Jetzt gerade wird nebenan wieder mal heftig gestritten. Am Freitag ist ein neuer Mitbewohner namens Josh eingezogen, der sich wohl nicht so leicht an das kalte Wasser gewöhnen mag. Ich glaube es geht um Mietminderung.

Man entwickelt irgendwann eine notorische Gleichgültigkeit gegenüber all den bizarren Dingen, die hier passieren. Hilfreich ist dabei eine gute Portion Humor. Kopfschütteln und Grinsen. Und dann natürlich der Blick aus dem Fenster auf die Bucht und die Berge. Das relativiert immer wieder einiges. Doch, es hat irgendwo Sinn, sich dieses wirre Schauspiel anzutun. Und morgens kalt zu duschen.

Ich hab jetzt mal Google Earth gecheckt und unser Haus gefunden. Von oben sieht das etwa so aus:



Vielleicht versteht man, was ich meine! Von der Location her gibt es wohl in ganz Kitsilano (was eh schon zu den besten Stadtteilen gehört) kaum ein besser gelegenes Haus; und wir werden auch ganz schön beneidet. Wäre, ja wäre da nicht die ganz alltägliche Psycho-Show....;-)

Aber genug davon.

Ich habe die ganze Woche in einem Lagerhaus in Richmond gearbeitet, was ganz schön weit weg ist. Am Anfang ging es mir ziemlich auf den Sack, wegen der ewigen Pendelei und weil der Job halt erwartungsgemäß öde ist. Aber nach ein paar Tagen habe ich mich irgendwie daran gewöhnt. Es ist nicht allzu stressig, die Zeit geht recht schnell um und es gibt dort ein paar ganz nette Kollegen. Und außerdem bringt es endlich wichtige Kohle ein, die wichtiger kaum sein könnte - gerade jetzt, wo bei mir offenbar eine Rate meines Studienkredits ausbleiben wird.

Das Wochenende hat übrigens auch mal wieder gut gerockt. Ich erspare mir diesmal die ausufernden Erläuterungen. Aber am Freitag, als Josh eingezogen ist, gabs hier neben viel Bier auch Whiskey, dessen Wirkung ich wohl unterschätzt hatte. Jedenfalls wachte ich gestern mit beachtlichen Gedächtnislücken und einem ausgesprochen üblen Hangover auf.

Der erst gegen Abend und nach 1 Gramm Paracetamol langsam abklung. Und dann war Helloween. Ja ja, das is eigentlich am 31.10., aber da hier am 1.11. keiner frei hat, feiern halt alle am Wochenende davor.
Und es war wirklich wie Karneval! Alle in der Stadt hatten sich verkleidet. So auch Garret, René und ich:



Da es ziemlich nervig regnete, sind wir mit einem Haufen Iren im Schlepptau in den erstbesten Club auf der Granville-Discoschixenmeile gestolpert. Es war tatsächlich eine der gefüchteten Pussystationen. Und es brauchte enorme Mengen besten kanadischen Brauwerks, um den Galgenhumor aus sich heraus zu locken und endlich zu ganz schlimmen Dancefloor-Gassenhauern zu tanzen. Dann allerdings, als sämtliche Hemmungen und aller Stolz platt gesoffen waren, gab es auch meinerseits kein Halten mehr. Gegen 4 oder so kamen wir hackestrack und ich um rund 70 Dollar erleichtert wieder nach Hause.

So, Cecilia ist heute gut drauf und hat mir gerade Toast und Würstchen vorgesetzt.
30.10.06 00:37


Servicewüste Deutschland

Wertes Beratungsteam der Kreditanstalt für Wiederaufbau!

Seit über 3 Wochen (!) versuche ich nun, mit Ihnen per E-Mail zu kommunizieren. Ich konnte mich nicht in meinem KFW-Onlinekonto einloggen, was ich aber muss, um Ihnen zu beweisen, dass ich immer noch Student bin (weil eine Studienbescheinigung diese Info wohl nicht enthält).

Da Sie mir leider bislang kein neues Passwort geschickt haben (obwohl Sie das am 16.10. angekündigt haben), ist mir mittlerweile auch mindestens eine komplette Rate meines Studienkredites verloren gegangen. Wie ich im nächsten Monat finanziell klar komme, ist mir im Moment ein Rätsel.

Nun habe ich Post von Ihnen bekommen. Habe ich mich gefreut! Vielen Dank, dass Sie mir noch einmal das Prozedere für die Eingabe der Studiendaten im Onlinekonto erklären. Schade nur, dass ich mich ohne neues Passwort immer noch nicht einloggen kann.

Ich möchte Sie herzlich bitten, mein Anliegen ein wenig ernster zu nehmen als bisher. Immerhin gibt es hier einen Vertrag zwischen der KFW und mir, und ich bezahle eines Tages einen ganzen Haufen Zinsen.

Kundenservice ist keine Zauberei.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Germann
28.10.06 23:36


Saure Gurken

So, das musste mal raus!
27.10.06 10:17


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